
RFID in der Konferenztechnik
Radio-Frequency Identification (RFID) ist eine automatische Identifizierungsmethode, die sich auf das Speichern und Abrufen von Daten über so genannte RFID-Objekte (Anhänger / -Schild = tag) oder Transponder versteht.
Zutrittskontrolle - viele Konferenzzentren, die traditionelle Magnet- oder andere Zugangskarten benutzen sind dabei auf kontaktlose RFID-basierte Lösungen umzusteigen.
Kongresse und Tagungen haben teilweise die RFID-Technologie in die Delegiertenausweise integriert, um den Aufenthaltsort der Teilnehmer während der Konferenzen zu erkennen. Über die verfügbaren Daten wird erkannt, welche Räumlichkeiten betreten wurden und daraus ließen sich Statistiken ableiten, die es den Organisatoren ermöglicht Optimierungen vorzunehmen. Die Beliebtheit der Seminare lässt sich ebenso ablesen wie Aufenthaltsdauer der Teilnehmer.
Messen und Ausstellungen, hier wird RFID auch zur Verbesserung der Verweildauer an den Ständen bzw. des Besucherstromes für die Ausstellungen benutzt.
Brähler ICS hat in Verbindung mit dem Kongress-Zentrum in Mannheim eine Lösung entwickelt, ein RFID-System in den großen Konferenzräumen nutzen zu können.
Hier stehen vor allem im Vordergrund:
Ein RFID-Tag ist ein Objekt oder in einem Produkt untergebracht zum Zwecke der Identifizierung mittels Radiowellen. Die Tags können auch ohne direkte Sichtverbindung zum Lesegerät aus bis zu mehreren Metern Entfernung gelesen werden. Die meisten RFID-Objekte enthalten mindestens zwei Teile, eines ist ein integrierter Schaltkreis für die Speicherung und Verarbeitung von Informationen, die Modulation und Demodulation des RF-Signals, und andere spezielle Funktionen.
Der zweite ist eine Antenne für den Empfang und die Übertragung des Signals. Eine Technologie genannt Chiplos-RFID ermöglicht eine diskrete Identifizierung von Tags, ohne einen integrierten Schaltkreis. Die Tags können direkt bedruckt werden, dies zu niedrigeren Kosten als die traditionellen Chipcards.
Passive RFID-Tags haben keine interne Stromversorgung. Einfache, bedruckte, RFID-Karten arbeiten im 13,56 MHz Frequenzbereich.
Im Gegensatz zu passiven RFID-Tags, haben Aktive ihre eigene interne Stromversorgung, die verwendet wird, um den integrierten Schaltkreis zu betreiben und die Sende-Signale an den Leser zu schicken. Mit einigen aktive Tags lassen sich heute Reichweiten von mehreren hundert Metern und eine Batterielaufzeit von bis zu 10 Jahren erzielen. Der integrierte Speicher ist größer und somit sind zusätzliche Informationen aufnehm- oder abgebbar, als es bei passiven Tags der Fall ist.
Die benutzte Antenne für den RFID-Tag wird bestimmt durch die beabsichtigte Anwendung und die Häufigkeit der Operationen. Niederfrequente passive Tags werden in der Regel induktiv gekoppelt, die induzierte Spannung ist proportional zur Frequenz, deshalb sind viele Windungen erforderlich, um genügend Spannung zum Betrieb einer integrierten Schaltung zu erhalten. Bei 13,56 MHz kommt eine planare Spirale mit 5-7 Umdrehungen z.B. innerhalb einer kreditkartengroßen Karte zum Einsatz.